{"id":56,"date":"2015-02-07T13:55:12","date_gmt":"2015-02-07T13:55:12","guid":{"rendered":"http:\/\/new.sturmvogel.ch\/?page_id=56"},"modified":"2016-01-30T17:07:19","modified_gmt":"2016-01-30T16:07:19","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.pfadi-kreuzlingen.ch\/cms\/sturmvogel\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"<p><strong>Vom Beginn der \u00c4ra Sturmvogel anno 1932 bis zum heutigen Tag<\/strong><\/p>\n<ul class=\"nav nav-pills nav-tabs\">\n<li><a href=\"#1_Stammessaga\">Stammes-Saga<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#2_gruendung\">Gr\u00fcndung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#3_anfaenge\">Anf\u00e4nge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#4_stapo\">STAPO<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#5_nachbarn\">Im Blick der Nachbarn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#6_bew\u00e4hrung\">Bew\u00e4hrung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#7_verschiedenes\">Verschiedenes<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<br \/>\n<strong><a id=\"1_Stammessaga\"><\/a>Die Stammes-Saga der \u201eSturmvogel\u201c-Pfadfinder<\/strong><\/p>\n<p>\u201eZwei junge Krieger an den Ufern des grossen Sees beklagten den Untergang des roten Volkes und schwuren bei Manitou, einen neuen Stamm zu gr\u00fcnden. Ehre (Honor), Recht (Ius) und Pflicht (Labor) sollten seine Grundlagen bilden. \u201eHIL\u201c wurde der Gruss des jungen Stammes \u201eHilia\u201c. Dieser wurde ein Hort des m\u00e4nnlichen Stolzes, der unverbr\u00fcchlichen Treue, der harten Zucht, des k\u00e4mpferischen Geistes.\u201c So schildert Kurt Rickenmann (Kuri) die Gruppe der f\u00fcnf verschworenen jungen Freunde, die 1931 in w\u00f6chentlichen geheimen Zusammenk\u00fcnften, gepr\u00e4gt auch von der Indianerromantik (Karl May), \u00fcber Gott und die Welt diskutierten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a id=\"2_gruendung\"><\/a>Die Gr\u00fcndung der Abteilung \u201eSturmvogel\u201c am 24. April 1932<\/strong><\/p>\n<p>Durch seinen Lehrmeister bei der Thurgauer Kantonalbank \u00fcber den Geheimbund zur Rede gestellt, wich Kuri der Antwort aus, indem er die \u201eHilia\u201c als Ableger der Pfadfinderbewegung ausgab. Dies f\u00fchrte zur Gr\u00fcndung der Abteilung \u201eSturmvogel\u201c am 24. April 1932 unter der Leitung von Kuri. Die neue Abteilung z\u00e4hlte beim Gr\u00fcndungsakt auf dem Schlossb\u00fcel (beim Loh) schon 25 Buben, die auf die drei F\u00e4hnlein Falk, Panther und Marabu aufgeteilt wurden.<\/p>\n<p>Zur Vorbereitung ihrer neuen Aufgabe radelten die Gr\u00fcnder vorher Samstag f\u00fcr Samstag nach Amriswil, um sich an den \u00dcbungen der dortigen Pfadfinder die Bewegung \u00fcberhaupt kennenzulernen. Durch einen Vortrag \u00fcber die Pfadfinderbewegung und eine Einladung zu einer Einschreibung der Kinder in die neue Abteilung wurde die Bev\u00f6lkerung von Kreuzlingen auf die Neugr\u00fcndung vorbereitet. Die heimlichen Revolution\u00e4re riefen eine Elternkommission ins Leben, welche die Abteilung nach aussen vertreten sollte, ein Schritt der doch von Reife zeugt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a id=\"3_anfaenge\"><\/a>Die Anf\u00e4nge<\/strong><\/p>\n<p>Die junge Abteilung brauchte inneren Halt, hatten die Pfadfinder h\u00f6hnische Blicke von Kameraden, die Konkurrenz anderer Jugendorganisationen zu ertragen oder die misstrauischen Blicke von unwissenden Erwachsenen, wenn die Pfadfinder stolzen Schrittes in Uniform durch die Strassen Kreuzlingens marschierten.<\/p>\n<p>Unter der sehr straffen F\u00fchrung von Kuri wurde die Abteilung rasch zu einer leistungsbetonten Jugendbewegung mit milit\u00e4rischer Pr\u00e4gung, wurden die F\u00fchrer an unz\u00e4hligen Abenden und Wochenenden in Nachtm\u00e4rschen, Kartenlese\u00fcbungen und strengen Pr\u00fcfungen herausgefordert. Die gemeinsam ertragenen Strapazen schmiedeten die Buben zu einem festen Freundeskreis zusammen.<br \/>\nH\u00f6chstbestand: 65 Mann.<\/p>\n<p>In der Abteilungszeitschrift \u201eSturmvogel\u201c vom 29.4.1933 schreibt Kuri: \u201eJungens, mit festem Schritt haben wir ein Jahr in der Abteilung durchmessen und ein Jahr f\u00fcr die Ideen Baden-Powells gek\u00e4mpft. Oft ging es hart auf hart, doch guter Wille f\u00fchrt zum Sieg. Verachtend schauten wir auf Hohn und Spott und standen treu zu unserer Fahne. Gesetz, Wahlspruch und Versprechen sind mehr als hohle Worte. Wir lehrten eine grosse Sache: das Gehorchen, und dies zum Wohl der Gemeinschaft\u2026.<br \/>\nDoch musst du nicht vergessen, es ruft auch die Pflicht, die Pflicht gegen\u00fcber dem Elternhaus und der Schule.\u201c<\/p>\n<p>Im \u201eSturmvogel\u201c vom 20.10.1933 erliess Kuri den ersten Abteilungsbefehl. Dieser regelt das Antreten, das \u00e4ussere Benehmen, die Uniform, (Sauberkeit, Einheitlichkeit, u.a. braune Socken mit doppeltem roten Rand, hohes Schuhwerk), die Ausr\u00fcstung und die Einstellung jedes Einzelnen zur Abteilung.<\/p>\n<p>1934 findet zum ersten Mal in Kreuzlingen die Landsgemeinde der thurgauischen Pfadfinder statt, eine Anerkennung f\u00fcr die junge Abteilung.<br \/>\n1936 ziehen Kuri und Pawe (Paul Wefel) zur Weiterbildung nach Neuenburg. Sie werden zu \u201eSturmvogel-Ehrenf\u00fchrern\u201c (SEF) ernannt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a id=\"4_stapo\"><\/a>Die STAPO<\/strong><\/p>\n<p>Kuri und Pawe wollen die Beziehungen zu ihrem Kind, dem \u201eSturmvogel\u201c, weiter pflegen und gr\u00fcnden daher die STAPO (Sturmvogel Altpfadfinder-Organisation ), die bis heute, wenn auch unter neuem Namen weiter besteht. Die STAPO-POST, das meist monatlich erscheinende Informationsblatt, dient als Bindeglied unter den STAPO-Leuten und wird \u2013 vor allem in den Kriegsjahren 1935-45 \u2013 zu einem interessanten Forum f\u00fcr die Auseinandersetzungen um Stellung und Haltung der Altpfadfinder untereinander, aber auch gegen\u00fcber dem lokalen und weltweiten Zeitgeschehen, z.B. im Thema \u201eSoldatentum und Sturmvogelidee\u201c.<\/p>\n<p>Die Auseinandersetzungen um den Geist der STAPO enden 1947, in der Nachkriegszeit also, am allj\u00e4hrlich stattfindenden \u201eGrossen STAPO-Ring\u201c mit der Annahme eines Vorschlags, in Zukunft einfach als Altpfadfinder-Verband zu wirken, was Kuri schon im Lauf der Kriegsjahre als Tendenz bek\u00e4mpft hatte. Die lebendige Gemeinschaft sinkt f\u00fcr ihn zu einem Verein ab. Dies bedeutet f\u00fcr ihn eine Trennung von seiner pers\u00f6nlichen \u00dcberzeugung, die als Ziel ein Lebenspfadfindertum beinhaltet.<\/p>\n<p>Der Zusammenhang unter den Ehemaligen \u00e4usserte sich nicht nur in regelm\u00e4ssigen Treffen und gemeinsamen pfaderischen Aktivit\u00e4ten, zu denen auch die STAPO-B\u00e4lle geh\u00f6rten. An den Orten ihrer beruflichen T\u00e4tigkeit engagierten sie sich als F\u00fchrer in bestehenden Abteilungen oder gr\u00fcndeten gar neue. In Kreuzlingen, Neuenburg, Z\u00fcrich und Bern wurden Caf\u00e9s als Treffpunkte bestimmt, in denen sogenannte \u201eSpurenbl\u00e4tter\u201c auflagen, in die man sich bei Besuchen eintragen sollte. Sie bilden heute noch erheiternde Vers- und Karikatursammlungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a id=\"5_nachbarn\"><\/a>Im Blick der Nachbarn<\/strong><\/p>\n<p>Der Romanshorner AL Fritz M\u00fcller, 1939 Meuteleiter bei \u201eSturmvogel\u201c, schreibt 1941: \u201eWie ein Aussenstehender den \u201eSturmvogel\u201c beurteilt\u201c: \u201eAlles, was mit \u201eSturmvogel\u201c zusammenh\u00e4ngt, atmet am Cliquengeist, der von oben nach unten eingeimpft wird. Alle Pfadfinder sind Br\u00fcder, aber \u201eSturmvogel\u201c-Pfader sind ganz besondere Musterbr\u00fcder: immer etwas anderes, etwas eigenes! Pfadfinderische Gesinnung zeigt sich weder im Taktschrittklopfen noch im Clairongeschmetter. Zuerst kommt \u201eSturmvogel\u201c und lange nachher die Pfadfinder-Weltbr\u00fcderschaft.\u201c<br \/>\nDarauf antwortete Kuri: \u201eEine Gemeinschaft, die nicht mit Hartn\u00e4ckigkeit Elite sein will, bleibt auf dem Niveau der Masse.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a id=\"6_bew\u00e4hrung\"><\/a>Zeit der Bew\u00e4hrung<\/strong><br \/>\nIn den Jahren 1941 und 42 leitete Louis Sauter (Losa) die Abteilung sehr autorit\u00e4r und steigerte den Bestand auf ungesunde 150 Mitglieder, denen die notwendigen f\u00e4higen F\u00fchrer fehlten. Die STAPO brach die Beziehungen zu Losa ab, nicht aber zur Abteilung \u201eSturmvogel\u201c, und gr\u00fcndete in T\u00e4gerwilen eine Gegenabteilung \u201eRheinadler\u201c, die drei Jahre bestand.<\/p>\n<p>Dem Kantonalverband gelang es, den Konflikt zu schlichten. Paul Wefel (Pawe) \u00fcbernahm es, die doch angeschlagene Abteilung wieder auf den Kurs von Bi-Pi zu f\u00fchren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a id=\"7_verschiedenes\"><\/a>Verschiedenes<\/strong><\/p>\n<p>1945 gr\u00fcndete die Elternkommission die Einsetzung einer Wolfsf\u00fchrerin. Eveline Arber-Wolfer hatte als erste einigen Spott zu ertragen.<br \/>\n1963 erscheint wieder die Abteilungszeitung \u201eDer Sturmvogel\u201c, der dann durch den \u201eSeet\u00fcfel\u201c ersetzt wird, herausgegeben gemeinsam mit den Pfadfinderinnen der Abteilung \u201eSeem\u00f6ve\u201c, mit denen immer mehr zusammengearbeitet wird.<\/p>\n<p>\u00c4usserlich zeigt sich der innere Wandel auch in der Namensgebung der einzelnen Pfadfinder, indem Phantasienamen an die Stelle der milit\u00e4rischen Abk\u00fcrzungen treten.<\/p>\n<p>Geschrieben von\u00a0<strong>Jean-Pierre Seiterle (Pise)<\/strong>\u00a0im Jahr 2002, anl\u00e4sslich &#8222;70 Jahre Pfadfinderabteilung &#8222;Sturmvogel&#8220; Kreuzlingen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom Beginn der \u00c4ra Sturmvogel anno 1932 bis zum heutigen Tag Stammes-Saga Gr\u00fcndung Anf\u00e4nge STAPO Im Blick der Nachbarn Bew\u00e4hrung Verschiedenes &nbsp; Die Stammes-Saga der \u201eSturmvogel\u201c-Pfadfinder \u201eZwei junge Krieger an [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":18,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-56","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.pfadi-kreuzlingen.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/56","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.pfadi-kreuzlingen.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.pfadi-kreuzlingen.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pfadi-kreuzlingen.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pfadi-kreuzlingen.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=56"}],"version-history":[{"count":16,"href":"https:\/\/www.pfadi-kreuzlingen.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/56\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":642,"href":"https:\/\/www.pfadi-kreuzlingen.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/56\/revisions\/642"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.pfadi-kreuzlingen.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/18"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.pfadi-kreuzlingen.ch\/cms\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=56"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}